Knieschmerzen beim Bergabgehen
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Endlich schmerzfrei wandern: Ihr Weg zum unbeschwerten Bergabgehen un Treppensteigen.

Das Problem: Knieschmerzen bergab Viele Wanderer leiden unter Knieschmerzen, insbesondere beim Bergabgehen. Herkömmliche Maßnahmen wie Wanderstöcke oder Schonhaltung lösen das Problem oft nicht dauerhaft

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Knierscherzen-Bergab

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Ein häufiges Problem beim Wandern verstehen

Viele Wanderer und Bergfreunde kennen das unangenehme Gefühl nur zu gut: Während der Aufstieg noch problemlos verläuft, treten beim Abstieg plötzlich stechende Schmerzen im Knie auf. Herkömmliche Maßnahmen wie Wanderstöcke oder eine bewusste Schonhaltung können zwar kurzfristig Erleichterung verschaffen, lindern aber oft nur die Symptome, ohne die eigentliche Ursache zu beheben. Der Schlüssel zu einer dauerhaften Lösung liegt im Verständnis der zugrunde liegenden muskulären Zusammenhänge.

Die Ursache Ihrer Schmerzen: Mehr als nur das Gelenk

Um Knieschmerzen effektiv zu behandeln, ist es entscheidend, den Fokus vom Gelenk selbst auf die umliegende Muskulatur zu richten. Entgegen der weit verbreiteten Annahme ist nicht immer Gelenkverschleiß die Hauptursache. Vielmehr sind die Schmerzen häufig das Resultat einer muskulären Dysbalance – genauer gesagt, einer zu hohen Spannung in der Beinmuskulatur.
Die biomechanische Ursache lässt sich auf zwei Kernpunkte zurückführen:

1. Verkürzte und verspannte Muskulatur: Bei vielen Menschen neigen die Muskeln an der Oberschenkelvorderseite sowie an der Beinrückseite und Wade zu Verkürzungen. Diese Muskelgruppen stehen dadurch unter einer permanent erhöhten Grundspannung.
 
2. Spezifische Belastung beim Bergabgehen: Wenn Sie bergab gehen, muss Ihr vorderer Oberschenkelmuskel (Quadrizeps) bei jedem Schritt Ihr gesamtes Körpergewicht aktiv abbremsen. Diese exzentrische Belastung – also eine Anspannung während der Muskeldehnung – trifft auf einen bereits verkürzten und verspannten Muskel. Die Folge ist eine Überlastungsreaktion, die Sie als stechenden Schmerz im Knie wahrnehmen.
 
Die logische Schlussfolgerung aus dieser Analyse ist, dass eine nachhaltige Schmerzlinderung nur durch die gezielte Reduzierung dieser muskulären Überspannung erreicht werden kann.

Die effektive Lösung: Spannung gezielt reduzieren

Die strategische Lösung für dieses muskuläre Problem ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: gezielte Dehnung. 
Das Prinzip dahinter ist, die übermäßige Spannung aus dem Muskelgewebe zu nehmen. Indem Sie die verkürzte Muskulatur wieder auf ihre natürliche Länge bringen, entlasten Sie das Kniegelenk und ermöglichen ihm, der Belastung beim Bergabgehen wieder schmerzfrei standzuhalten.
Obwohl auch die Wadenmuskulatur oft verkürzt ist, liegt der Fokus für dieses spezifische Problem gezielt auf der Oberschenkelvorderseite. Dieser Muskel leistet die primäre und anstrengendste Bremsarbeit beim Bergabgehen, weshalb seine Überspannung der direkte Auslöser für den Schmerz ist. Die zentrale Lösungsstrategie ist daher die intensive Dehnung genau dieser Muskelpartie, um den Teufelskreis aus Spannung und Schmerz zu durchbrechen. Setzen wir diese Erkenntnis nun in die Praxis um.

Praktische Anleitung: Ihre Dehnübung für die Oberschenkelvorderseite

Die folgende Übung ist einfach durchzuführen und äußerst effektiv. Wir präsentieren sie in zwei Varianten – eine für unterwegs während einer Wanderung und eine Alternative für zu Hause –, um Ihnen eine regelmäßige und flexible Anwendung zu ermöglichen.

Übung für unterwegs (z.B. während einer Wanderung)

Führen Sie diese Variante direkt auf dem Wanderweg durch, entweder präventiv bei einer Pause oder bei den ersten Anzeichen von Kniebeschwerden.
1. Ausgangsposition: Suchen Sie sich einen stabilen Halt, zum Beispiel einen Baum oder einen Felsen.
2. Durchführung: Stehen Sie auf einem Bein und greifen Sie mit der gleichseitigen Hand den Spann oder die Fußspitze des anderen Beins.
3. Dehnung: Ziehen Sie nun die Ferse aktiv in Richtung Ihres Gesäßes.
4. Wichtige Haltungskorrektur: Achten Sie sorgfältig darauf, dass das Knie nicht nach vorne ausweicht. Halten Sie es stattdessen senkrecht unter Ihrem Rumpf oder ziehen Sie es sogar bewusst ein kleines Stück nach hinten.
5. Ziel: Führen Sie die Bewegung so weit aus, bis Sie einen klaren und intensiven Dehnungszug an der gesamten Vorderseite Ihres Oberschenkels spüren.
 
Alternative für zu Hause

Sollte Ihnen die Übung im Stehen Schwierigkeiten bereiten (z.B. aufgrund von Gleichgewichtsproblemen), ist diese Variante auf einer Matte ideal.
• Legen Sie sich dazu seitlich auf eine Matte oder begeben Sie sich in einen knienden Ausfallschritt. Um den Fuß leichter greifen zu können, nutzen Sie ein Hilfsmittel als „Armverlängerung“: Eine Übungsschlaufe, ein Handtuch oder ein einfacher Gürtel, den Sie um Ihren Spann legen, ist hierfür perfekt geeignet. Ziehen Sie die Ferse sanft in Richtung Gesäß, um die Dehnung aufzubauen.
 
Wichtige Hinweise zur optimalen Durchführung
 
Um den bestmöglichen Effekt zu erzielen, beachten Sie bitte die folgenden Punkte:
• Haltedauer: Halten Sie die Dehnung für circa 2 Minuten. Diese Dauer ist entscheidend, um den natürlichen Dehnreflex des Muskels zu überwinden. So signalisieren Sie dem Nervensystem, die chronische Spannung loszulassen, was zu einer echten, nachhaltigen Verlängerung des Muskel- und Fasziengewebes führt – weit über ein kurzfristiges Lockern hinaus.
• Intensivierung (Profi-Tipp): Um die Wirkung zu verstärken, können Sie mit An- und Entspannung arbeiten. Versuchen Sie während der Dehnung für einige Sekunden, Ihr Bein gegen den Widerstand Ihrer Hand zu strecken (Kraft aufbauen). Lassen Sie anschließend wieder locker und verstärken Sie die Dehnung sanft. Diese Technik, bekannt als Anspannen-Entspannen, nutzt einen neurologischen Reflex. Die kurze Anspannung „justiert“ die Spannungssensoren im Muskel neu, was direkt im Anschluss eine tiefere und effektivere Dehnung ermöglicht.
Eine korrekte und regelmäßige Ausführung dieser Übung ist entscheidend für Ihren Erfolg auf dem Weg zu schmerzfreien Wanderungen.

Zusammenfassung und nächste Schritte

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Knieschmerzen beim Bergabgehen sind in den meisten Fällen kein unabwendbares Schicksal, sondern ein klares Signal für ein muskuläres Ungleichgewicht. Die Ursache liegt in einer überhöhten Spannung der Oberschenkelvorderseite, die durch die gezielte Dehnübung effektiv behandelt werden kann.
Sehen Sie diese Übung nicht nur als Reaktion auf Schmerzen, sondern als grundlegenden Teil Ihrer Wandervorbereitung. Wechseln Sie von einer reaktiven Schmerzbehandlung zu einem proaktiven Management Ihrer Muskelgesundheit. So sichern Sie sich nicht nur kurzfristige Linderung, sondern langfristig die Freude an unbeschwerten und schmerzfreien Bergerlebnissen.

Die 5 häufigsten Patientenfrage und unsere Antworten

Der Schmerz beim Bergabgehen ist ein deutliches Zeichen für eine überhöhte Spannung in den Muskeln und Faszien, die Ihr Kniegelenk umgeben – meistens in der Oberschenkelvorderseite, der Hüftbeugemuskulatur und der Unterschenkelmuskulatur. Beim Bergabgehen muss diese Muskulatur exzentrisch abbremsen und dabei viel Kraft aufwenden. Die erhöhte Dauerspannung in diesen Bereichen zieht die Gelenkflächen und die Kniescheibe (Patella) stark zusammen. Ihr Körper sendet den Schmerz als Alarmsignal, um Sie vor weiterer potenzieller Schädigung zu warnen. Durch die Osteopressur und gezielte Dehnungen können wir diese Spannung senken.

Ja, in den meisten Fällen sogar sehr gut. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Arthrose selbst selten die eigentliche Schmerzursache ist, sondern die bereits erwähnte muskulär-fasziale Spannung. Diese Spannung ist oft der Auslöser für den Knorpelabrieb. Indem wir diese Spannungen mithilfe der Osteopressur normalisieren, wird der Druck auf das Gelenk und den Knorpel sofort reduziert. Das Knie bekommt wieder Raum, die Reibung nimmt ab, und der Schmerz, auch der Arthrose-Schmerz, kann oft deutlich gelindert oder sogar beseitigt werden.

Um die Schmerzen beim Abstieg zu lindern, fokussieren wir uns auf Dehnungen, die die gesamte vordere muskuläre Kette entspannen. Das sind vor allem die Oberschenkelvorderseite (Quadrizeps) und die Hüftbeugemuskulatur (Iliopsoas), da diese beim Bergabgehen am meisten überlastet sind. Ich werde Ihnen spezifische Dehnungen und Faszien-Rollmassagen zeigen, die diese Bereiche maximal in die Länge bringen und die muskuläre Spannung reduzieren. Ihre tägliche konsequente Durchführung dieser Übungen ist der entscheidende Faktor für langfristige Schmerzfreiheit.

Häufig berichten Patienten schon nach der ersten Behandlung von einer spürbaren Veränderung. Die Osteopressur sendet einen starken Impuls, der die Spannung der betroffenen Muskulatur sofort senken kann. Sie sollten direkt nach der Sitzung eine deutliche Erleichterung beim Gehen spüren, möglicherweise auch weniger Schmerz beim Abrollen der Ferse oder beim Treppensteigen. Für eine dauerhafte Besserung müssen Sie jedoch die erlernten Engpassdehnungen regelmäßig zu Hause machen, um die Ursache langfristig zu beheben.

Ganz im Gegenteil! Unser Ziel ist es, Sie wieder voll beweglich und schmerzfrei zu machen, damit Sie Ihrem Hobby wieder nachgehen können. Die Schmerzen sind ein temporäres Alarmsignal, das wir gemeinsam ausschalten. Solange der Schmerz stark ist, sollten Sie vorsichtig sein, um keine reaktive Entzündung zu provozieren. Aber sobald die Spannung durch die Therapie und Ihre Übungen reduziert ist, können Sie die Belastung sukzessive steigern. Die Engpassdehnungen werden dann zu Ihrem täglichen ‚Muss‘, bevor oder nachdem Sie Ihre Wanderung genießen, um die neu erlangte Bewegungsfreiheit zu erhalten.

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